Liebe Mit Offener Hand

Lass uns über Liebe sprechen. Über die Jahre hinweg haben Gabriel und ich viele Herausforderungen in unserer Beziehung erlebt, die wir mit euch Stück für Stück auf unserem Blog teilen möchten. In jeder Herausforderung steckt unheimlich viel Potential zu wachsen – individuell und als Paar – und wir fühlen, dass wir alle so viel miteinander und voneinander lernen können.
Was unsere Beziehung wirklich verändert hat, war der Moment als wir wählten “mit offener Hand zu lieben”.

Doch, was heißt das nun genau?

Zuerst einmal ist es wichtig zu erwähnen, dass Du diese Philosophie auf jede Beziehung übertragen kannst – nicht nur auf die mit Deinem Partner sondern auch auf die mit Deiner Mutter, Freundin, Schwester, Deinem Kind, Vater, Freund, Bruder…
Sie zu integrieren ist simpel aber nicht immer einfach (es gibt Zeiten in denen Gabriel und ich weit davon entfernt sind dies zu leben). Aber selbst in diesen Momenten, kannst Du Dich und Deinen Gegenüber daran erinnern und wie so oft im Leben ist die Umsetzung ein Prozess, eine Übung, ein ständiges Lernen.

Damit Du dir besser vorstellen kannst, was es heißt “mit offener Hand zu lieben”, mache bitte das folgende: Nimm Deine rechte Hand und öffne sie mit der Handfläche nach oben, gen Himmel gerichtet. Nun stelle Dir vor, jemand schüttet Wasser in Deine offene Handfläche. Um das Wasser zu behalten, ist  wahrscheinlich Dein erster Reflex die Handfläche zu schließen. Doch was passiert, wenn Du das tust? Das Wasser entrinnt. Nun wiederhole das Experiment und lasse diesmal Deine Hand offen. Du wirst sehen, das Wasser bleibt bei Dir.

Und genau das ist das schöne, wenn Du mit offener Hand liebst.

Natürlich kannst Du versuchen, Deinen Partner mit allen Mitteln bei Dir zu behalten. Indem Du bestimmte Dinge kontrollierst wie z.B. was er trägt, wohin er geht, mit wem er sich trifft. Ihn manipulierst, ihn abhängig von Dir machst. Dich bemühst ihn “festzuhalten”. Und wahrscheinlich wird das auch eine Weile lang funktionieren.

Doch letztendlich ist es die eigene, freie Entscheidung eines jeden Menschen, ob und mit wem wir unser Leben teilen möchten. Und für wie lange.

Wir haben Angst, dass wir nicht genug sind für unseren Partner – nicht schön genug, nicht smart genug, nicht lustig genug, nicht GUT genug. Und während wir versuchen, jemanden bei uns zu halten, kreieren wir nicht selten eine große Ilusion. Und in mitten dieser selbst-kreierten Seifenoper verlieren wir uns selbst. Vergessen wir, wer wir eigentlich wirklich sind. Oder verstecken es.

Unsere Ängste werden wir jedoch nie kurieren, wenn wir außerhalb von uns schauen. Außerhalb von uns versuchen Einfluss zu nehmen.

Vielmehr ist innere Arbeit dafür nötig.

Deshalb, Du schöner Mensch, fange heute an Dich das folgende zu fragen:

Würdest Du es nicht lieber vorziehen, mit jemandem Dein Leben zu teilen, der sich ganz und gar freiwillig für Dich, Dein authentisches Ich, entscheidet, mit seinem ganzen Herzen, immer und immer wieder, anstatt eine Beziehung zu kreieren, die in ihrem Kern auf Angst und Kontrolle basiert?

Ja?

Dann öffne Deine Hand.

Du bist gut genug. Du verdienst es. Heile Dich.

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